18. April - Wittmunder Kreisfeuerwehr übt im Nachbarkreis

Einsatzübung der Wittmunder Kreisfeuerwehrbereitschaft bei Premium Aerotec in Varel

WITTMUND/rn – Am frühen Samstagmorgen (18.04.09) verabschiedete Landrat Hennig ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten und Einsatzfahrzeugen im Industriegebiet in Marx. Die Feuerwehrbereitschaft des Landkreises Wittmund unter der Leitung des stellvertretenden Kreisbereitschaftsführers Harald Frerichs, Holtgast, rückte zu einer Einsatz-Übung in den Nachbarkreis Friesland, nach Varel aus. Landrat Hennig Schultz konnte wegen einer Terminüberschneidung leider nicht mitfahren.

Ein imposantes Bild boot sich den anderen Verkehrsteilnehmern als die Bereitschaft mit 22 Einsatzfahrzeugen in Richtung Varel mit eingeschaltetem Blaulicht in Marschformation (Kolonnenfahrt) unterwegs war. Kurz vor dem Zielort gingen die über 100 Feuerwehrleute aus dem Kreis Wittmund mit ihrem technischen Equipment in Bereitschaft.

Denn der Einsatzbefehl beinhaltete die Lage, dass die Wittmunder Kreisfeuerwehrbereitschaft im Kreisgebiet Friesland eine Funk- und Fahrübung durchführte und zur Verstärkung der örtlichen Feuerwehr angefordert wurde. Allgemeine Lage: Durch ein Flugzeugunglück über dem Gelände und das Umfeld des Unternehmens Premium Aerotec GmbH, Werk Varel, wurden einzelne Gebäude und das Gelände durch Trümmerteile stark beschädigt und teilweise völlig zerstört.

Als besondere Lage sah das Übungsszenario eine Zerstörung durch Trümmereinschlag der werkseigenen Feuerlösch – Ringleitung inklusive des Pumpenhauses vor. Weiterhin wurde in mehreren Hallen Personen vermisst und entstandene Brände mussten bekämpft werden. Im Waldsee kam es zudem zu einer Kerosinverschmutzung, wobei auf dem Weg zum Waldsee auch ein umgestürzter Baum die Zufahrt versperrte.

Der Einsatzauftrag lautete: Menschenrettung, Brandbekämpfung, Abwehr von Gefahren.

Im Einzelnen:

  • Die ortsansässige Ortsfeuerwehr Obenstrohe übernahm in Ihrem Einsatzabschnitt die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Gebäude 13 und der Halle 8. zudem musste ein Dieseltank gekühlt und Leckage beseitigt werden.
  • Die weiteren Einsatzabschnitte wurden von der Kreisfeuerwehrbereitschaft Wittmund übernommen (KFB WTM).
  • Abschnitt des 1. Zuges KFB WTM (Wasserförderung): Menschenrettung, Brandbekämpfung der Gebäude 33 c und 45 c, und der Aufbau einer Wasserversorgung über eine Druckleitung.
  • Abschnitt des 2. Zuges KFB WTM (Wassertransport): Brandbekämpfung mittels Wasserwerfern der Halle 48, sowie Pendelverkehr der einzelnen Tanklöschfahrzeuge von der Wasserentnahmestelle zum Brandort.
  • Abschnitt des 3. Zuges KFB WTM (Gewässerschutz): Leckage am Dieseltank abdichten, Unterstützung der Ortsfeuerwehr Obenstrohe, Baum beseitigen und eine Ölsperre auf dem Waldsee errichten. Zudem musste eine Stofffeststellung eines Chemiebehälters durchgeführt und ein Gaslager gekühlt werden.
  • Abschnitt des 4. Zuges KFB WTM (Logistik): Aufbau von 2 Zelten, Transport von aufgefundenen Verletzten und vermisten Personen zur Verletztensammelstelle. Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort, Nachschub- und Instandsetzungsaufgaben für eingesetztes Gerät, sowie anfallende Sonderaufträge nach Bedarf. Zudem übernahm der 4. Zug die Absicherung der Kolonnenfahrt bei der An- und Abreise.

Die Verletztensammelstelle wurde vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Friesland eingerichtet und betreut. Nach etwa 2 Stunden läutete der Einsatzleiter das Ende der Übung ein. Sämtliche Szenarien konnten von den Einsatzkräften bewältigt und abgearbeitet werden.

Die Übungsbeobachter, unter denen sich auch Frieslands Landrat Sven Ambrosy befand, zeigten sich mit dem Ablauf zufrieden. Landrat Sven Ambrosy ist erfreut darüber, dass solch eine kreisübergreifende Zusammenarbeit reibungslos funktioniert. Kreisbrandmeister Wilfried Janssen dankte den Friesländer Kameraden für die Unterstützung und der Werksleitung von Premium Aerotec GmbH für die überaus lobenswerte Gastfreundlichkeit. Neben der Nutzung des gesamten Geländes und der Hallen, lud das Werk die Kameraden auch zu einem Mittagessen in die Werkkantine ein.

Mit der Einladung zu einem Gegen“einsatz“ in den Landkreis Wittmund verabschiedete sich die Wittmunder Kreisfeuerwehrbereitschaft von den Kameraden in Friesland. Am späten Sonnabendnachmittag trafen die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen unversehrt wieder in ihren Heimatorten ein.

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