02. Februar - Leerhafer Wehr sammelt 4754 Euro für Fenja

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Lob für die Teilnahme an der Hilfsaktion / Unmut über die Forderungen der Feuerwehr in Carolinensiel

LEERHAFE/rn - Der Leerhafer Ortsbrandmeister Hermann Menssen erwähnte in seinem Rückblick während der Jahreshauptversammlung eine bemerkenswerte Aktion: „Hilfe für Fenja und andere“. Die Kameraden aus der Jugend und Altersabteilung, aber auch von den Aktiven haben in Leerhafe und Hovel bei sage und schreibe 650 Häusern gesammelt. „Die Resonanz war überwältigend, die Bevölkerung stand voll und ganz hinter der Sache und hat gerne gespendet“, lobte Hermann Menssen. Innerhalb einer Woche hatte die Wehr 4754 Euro gesammelt. „Das war eine beachtliche Summe, die Welle der Hilfsbereitschaft war großartig“, so Menssen.

Im abgelaufenen Jahr musste die Ortsfeuerwehr Leerhafe sechs Brandeinsätze und fünf Hilfeleistungseinsätze bewältigen. Darüber hinaus galt es wieder, bei Veranstaltungen Verkehrssicherungsmaßnahmen durchzuführen. Die Wehr ist mit 44 Aktiven (davon vier Frauen), 22 Senioren und 15 Jugendlichen gut aufgestellt, das Durchschnittsalter liegt bei 32 Jahren, so Menssen. Im abgelaufenen Jahr standen wieder zahlreiche Übungen, Aus- und Fortbildungen sowie weitere zahlreiche Aktivitäten an. Beispielweise organisierte die Leerhafer Wehr zwei Blutspendetermine (mit 280 Spendern), sammelte Altpapier und kümmert sich verantwortungsvoll um das Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung.

Jugendfeuerwehrwart Eric Matthiesen hat mit seiner Gruppe erfolgreich die Leistungsspange absolviert, hierbei lobte er die gute Zusammenarbeit unter den städtischen Jugendwehren Ardorf und Wittmund. Des Weiteren besuchte die Jugendwehr die Rettungsleitstelle des Landkreises Wittmund, führte einen 24-stündigen Berufsfeuerwehrtag durch und nahm als Jahreshighlight am Kreiszeltlager in Burhafe teil.

In doppelter Funktion, als Vertreter des Bürgermeisters und als Ortsvorsteher von Leerhafe, bedanke sich Günther Theesfeld bei der Ortsfeuerwehr. Theesfeld konnte eine brandaktuelle Nachricht aus dem Rathaus übermitteln: Möglicherweise wird es bei der kommenden Bürgermeisterkonferenz des Landkreises zu einem Durchbruch bei der Führerscheinproblematik kommen. Ein Finanzzierungsplan sieht vor, dass der Landkreis und die Gemeinden/ Städte sich jeweils die Gesamtkosten für den Erwerb der Führerschein Klasse C zur Hälfte teilen. Entsprechende Ausschreibungen sollen die Kosten minimieren, so Theesfeld. Abzuwarten bleibt jedoch auch die Reaktion aus Berlin, denn dort liegen entsprechende Anträge für Sonderregelungen zum Führen von Einsatzfahrzeugen vor.

Zum Thema Führerschein erklärte der stellvertretende Kreisbrandmeister Johann Folkers, dass es durch die EU - Richtlinien Unterschiede gibt. Beim Pkw-Führerschein sind die Gewichtsklassen drastisch nach unten gegangen. Hingegen bei den landwirtschaftlichen Maschinen darf man mit der alten Klasse 4 (heute Klasse T) die schwersten und größten Traktoren fahren. An dieser Stelle sorgte Günther Theesfeld für eine Aufheiterung: „Wir haben ja auch kein Blaulicht auf dem Trecker“.

Weitere Gäste waren der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses und zugleich Ortsvorsteher von Hovel, Wilhelm Busker, Stadtbrandmeister Mario Holzke, der stellvertretende Kreisbrandmeister Johann Folkers, sowie Wittmunds stellvertretender Ortsbrandmeister Sven Diekmann mit einer Abordnung der Ortsfeuerwehr Wittmund. Bereits seit 45 Jahren besucht der Wittmunder Feuerwehrmann Hans-Hermann Wiltfang als Gast die Leerhafer Kameraden.

Einige Gäste ließen ihren Unmut über die Aussagen des stellvertretenden Ortsbrandmeisters der Carolinensieler Wehr, Jens Fremy, freien Lauf. Stimmen wie: „Man muss die Kirche im Dorf lassen und nicht mit solch einer drastischen Art und Weise vorgehen – zudem kann man die Stadt Wittmund keineswegs mit der Stadt Aurich vergleichen“, wurden laut. Jens Fremy hatte während der Jahresversammlung seiner Wehr klare Worte an die Politik gerichtet (wir berichteten).

Der ehemalige Ortsbrandmeister Johann Hinrichs wurde für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Bereits auf 40 Jahre Feuerwehrmitgliedschaft können Gerhard Focken und Bernhard Dirks zurückblicken. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Johann Folkers hatte bei den Ehrungen als Leerhafer Feuerwehrmann ein Heimspiel, so konnte er zu jedem geehrten Kameraden eine entsprechende Anekdote aus seinem Feuerwehrleben erzählen.

Ernannt wurden die Feuerwehrmänner Andreas Arians, Michael Henschen, Renke Oltmanns, Stefan Ponath und Johan Wittemann; zum Oberfeuerwehrmann und zur Oberfeuerwehrfrau wurden Holger Ennen und Marion Cornelius befördert; Jens Wolken ist nun Hauptfeuerwehrmann; Erste Hauptfeuerwehrmänner sind Dirk Wilken, Jörg Merta und Andreas Schmidt; zum Löschmeister wurde Eric Matthiesen und zum Oberlöschmeister Matthias Broßonn befördert.

Ortsbrandmeister Hermann Menssen beendete die Sitzung mit einer Bedarfsanmeldung: Die Wasserversorgung müsste noch etwas verbessert werden, zudem sollten in absehbarer Zeit die in die Jahre gekommen Rolltore der Fahrzeughalle erneuert werden. Vom 3. bis 5. Juli findet bei der Feuerwehr Leerhafe die 75-Jahr-Feier statt. Für dieses große Fest sind alle Mitglieder aufgefordert, sowohl bei den Vorbereitungen wie auch an den Festtagen aktiv mitzuwirken, so Menssen.

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Ortsbrandmeister Hermann Menssen (v. l.), ehrt die Feuerwehrmänner Gerhard Focken und Bernhard Dirks für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der Leerhafer Wehr. Für seine 25-jährige Mitgliedschaft wird der ehemalige Ortsbrandmeister Johann Hinrichs geehrt. Zu den ersten Gratulanten zählten der stellvertretende Kreisbrandmeister Johann Folkers und Wittmunds Stadtbrandmeister Mario Holzke.