14. Februar - Sahnehäubchen zum Ende der Tour

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19 Vertreterinnen und Vertreter aus Feuerwehr, Verwaltung und der Politik schauten sich vorbildliche Feuerwehrhäuser an

WITTMUND/rn - Nachdem das Signal für die Kooperative Leitstelle in Wittmund nun deutlich auf Grün steh, geht die Diskussion um den richtigen Standort in die nächste Runde. Da passt es gut, dass die Stadt Wittmund ihre Pläne für ein neues Feuerwehrhaus ebenfalls vorangetrieben hat. Am 11.02.2009 sah man sich bei einer Bereisung mögliche Vorbilder für den Bau in Wittmund an. Bei dieser Gelegenheit appellierten Bürgermeister Rolf Claußen und alle anderen Teilnehmer erneut an den Landkreis Wittmund, über eine Dreier-Lösung nachzudenken – sprich: Leitstelle, neues Feuerwehrhaus und Rettungsdienst könnten auf einem Grundstück geplant werden. Auf diesem Weg könne man einiges an Kosten sparen. Claußen deutlich: „Man darf einen solchen Vorschlag nicht von vornherein ohne Begründung verwerfen.“ Stadt und Landkreis sollten einen gemeinsamen Standort fachlich prüfen lassen.

Die Feuerwehr Wittmund braucht dringend ein neues Haus, das modernen Ansprüchen genügt. Am 11.02.2009 schauten sich 19 Vertreter aus Feuerwehr, Verwaltung und Politik in Westerstede, Brinkum und Bremervörde moderne, „vorbildliche“ Feuerwehrhäuser an, an denen man sich bei der eigenen Planung durchaus orientieren könnte. Parallel zu der Reise hatte Landrat Henning Schultz positive Signale für den Bau einer neuen Leitstelle in Wittmund. verkündet (wir berichteten). Bürgermeister Rolf Claußen und alle anderen Teilnehmer favorisierten die ins Gespräch gebrachte Dreier-Lösung, ein Rettungszentrum, bestehend aus der neuen Leitstelle, dem Rettungsdienst und des neuen Feuerwehrhauses. Denn es wäre dem Bürger und Steuerzahler nur schwer erklärbar, wenn man solch ein Projekt nicht gemeinschaftlich umsetzen würde, so Claußen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Buss erklärte, dass seine Fraktion ebenfalls hinter diesem Vorschlag stehe. Im Sinne der Kostenersparnis sollte eine Kooperation zwischen der Stadt und dem Landkreis erfolgen. Claußen und Buss meinen, dass der Neubau des Feuerwehrhauses „kein einfacher Zweckbau werden darf“, man müsse unbedingt auf die Belange der Feuerwehr eingehen und dürfe nicht am falschen Ende sparen.

Erste Reisestation war Westerstede. In Neuenburg stieg Carsten Schröder, Mitarbeiter der Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) dazu und begleitete die Wittmunder den ganzen Tag. Die Unfallkasse hatte bereits vor einigen Jahren (wir berichteten) erhebliche Mängel am Feuerwehrhaus Wittmund festgestellt. Das Feuerwehrhaus in Westerstede ist allerdings inzwischen auch zu klein, weil der frühere Wittmunder Feuerwehrmann Kai Menssen dort eine Jugendfeuerwehr aufgebaut hat, so Ortsbrandmeister Bernd Coring. Weiter ging’s in die Gemeinde Stuhr zur Ortsfeuerwehr Brinkum. Der stellvertretende Bürgermeister Wilfried Huntemann wollte von den Wittmundern wissen, warum gerade seine Gemeinde ausgewählt wurde. Antwort: Wittmunds Bauamtsleiter Joachim Wulf war auf diesen Neubau durch einen Architekten-Wettbewerb aufmerksam geworden.

Doch das eigentliche „Sahnehäubchen“ wartete in Bremervörde auf die Besucher, so Wittmunds Stadtbrandmeister Mario Holzke auf dem Weg dorthin. Bei der Schwerpunktfeuerwehr Bremervörde begrüßte der dortige Stadtbrandmeister Rüdiger Naubert und Ordnungsamtleiter Rüdiger von der Lieth die Wittmunder. Dieses vor zwei Jahren neu erbaute Feuerwehrhaus erfüllt nicht nur die Erwartungen der Wittmunder Wehr, es ist ein nach der FUK-Richtlinie DIN 14092 gebautes Haus und erfüllt alle Bedingungen, so Carsten Schröder. Es sei quasi ein „FUK-Musterhaus“, so Schröder. Die Planung eines Feuerwehrhauses sei umfangreicher als für andere Gebäudenutzungen. Ein sicherer und eindeutiger Funktionsablauf müsse sowohl bei Einsätzen und Übungen als auch bei Schulungsveranstaltungen gegeben sein. Im Vordergrund stehe der Einzelfall, bei dem jede Minute zählt und bei dem trotz höchster Eile Gefährdungen der Feuerwehrangehörigen von vornherein vermieden werden sollen. Wichtige Punkte hierbei seien beispielsweise ein ebener und rutschhemmender Fußbodenbelag, ausreichend große Tore in der Fahrzeughalle, schwarze und weiße Bereiche, getrennte Umkleide- und Sanitärräume sowie genügend Räumlichkeiten.

Bürgermeister Rolf Claußen stellte zum Abschluss der Besichtigungstour fest, dass der Tag viele Eindrücke vermittelt habe. Nun gelte es, die Hausaufgaben zu machen. Als sehr wichtig bezeichnete er das Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und der Stadt, denn letztlich „müssen die Feuerwehrkameraden in dem Haus ehrenamtlich arbeiten“. Claußen sagte weiter, wenn man das Wort „Ehrenamt“ näher definieren sollte, bliebe im Grunde genommen nur ein Wort, das man aussprechen könnte und zwar „Feuerwehr“, so Rolf Claußen.

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Die Delegation aus Wittmund war sich einig: Das Feuerwehrhaus in Bremervörde könnte ein Vorbild für Wittmund sein.