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Viele Brandeinsätze, davon zwei mit Todesfolge / 1506 Arbeitsstunden absolviert / Holzke seit 40 Jahren in der Wehr

WITTMUND/ime – Zu 36 Brandeinsätzen rückten die 52 aktiven Mitglieder der Feuerwehr Wittmund im vergangenen Jahr aus. Davon werden den Männern besonders zwei Brände in Erinnerung bleiben. Im „schwarzen April“, wie es Ortsbrandmeister Ralf Köllner schilderte, verloren zwei Kinder, ein sechsjähriges Mädchen und ein Säugling ihr Leben. Ohnehin ging das Jahr für die Männer bereits im Januar mit zwei schweren Verkehrsunfällen, bei denen drei Menschen starben, los.

Es war für die Wittmunder Wehr aber nicht nur ein Jahr der schweren Einsätze, sondern auch ein Jahr der Veränderung. So folgte Ralf Köllner, begleitet von einer öffentlichen Diskussion, dem abgelösten Ortsbrandmeister Hans-Gerd Friedrichs im Amt.

„Allen Kritiken zum Trotz habt ihr den Generationswechsel gut vollzogen“, sagte Bürgermeister Rolf Claußen, der sich bei Friedrichs und seinem ebenfalls abgelösten Stellvertreter Jörg Tammen für die Arbeit bedankte. Claußen hob die Bedeutung des Ehrenamtes der Freiwilligen Feuerwehr hervor. Auch sagte er seine finanziell Unterstützung zu, so lange es die Haushaltsmittel zuließen.

Das neue Feuerwehrhaus soll in jedem Fall in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden und die Anschaffung neuer Löschfahrzeuge werde anhand einer Prioritätenliste abgearbeitet. Die Kosten für den Erwerb des neuen Führerscheines, der benötigt wird, um ein Löschfahrzeug fahren zu dürfen, werde die Kommune übernehmen. „Wir können nicht erwarten, dass die Mitglieder, die hier freiwillig in ihrer Freizeit ihren Dienst versehen, auch noch selbst Geld dazubuttern“, brachte es Claußen auf den Punkt.

Wie viele Arbeitsstunden bestehend aus Einsätzen und Ausbildung die Mitglieder geleistet hatten, konnte Köllner eindrucksvoll belegen: „Es waren 1506, also über vier Stunden pro Tag“, erklärte er. Auch die 13 Männer der Altersabteilung ruhen sich nicht aus. Vor allem der Brandschutzerziehung haben sie sich gewidmet, dafür gab es großen Dank und Anerkennung von allen Anwesenden. Wie gut die Jugendarbeit in der Wittmunder Wehr funktioniert, schilderte Jugendwart Marco Onken. Hier kommen Spiel und Ernst zusammen. Die 21 Jugendlichen pflegen nicht nur die Kameradschaft wie auf Zeltlagern und Ausflügen, sie errangen auch die begehrte Leistungsspange in Leer und stellten somit ihr Können unter Beweis. „Die Arbeit mit der Jugendfeuerwehr ist Kriminalitätsprävention. Statistisch ist es erwiesen, dass junge Menschen durch die Einbindung in derartige ehrenamtliche Aufgaben nicht so häufig in der Kartei der Polizei auftauchen“, sagte der Leiter des Polizeikommissariats Wittmund, Stephan Zwerg, der wie der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Wilhelm Busker, der Leiter der Fliegerhorstfeuerwehr, Kurt Weber, und der Leiter des Straßenbauamtes, Burkhard Golz, der Wehr Anerkennung aussprachen.

Kreisbrandmeister Wilfried Janssen erklärte, dass Köllner nun seine Feuertaufe der neuen Aufgabe bestanden habe und lobte Claußen für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wehr. Janssen durfte dann die Ehrungen vornehmen: Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hermann Tannen, für 40 Jahre Karl-Heinz Rolfs und für 60 Jahre Heinz Jacobs ausgezeichnet. Einer der zu Ehrenden war anwesend, Stadtbrandmeister Mario Holzke erhielt für seine 40-jährige Mitgliedschaft die Ehrendadel des Landes Niedersachsen.

Auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung: René Nagel wurde zum Feuerwehrmann ernannt. Befördert wurden Thomas Menssen, Günther Göll und Christian Göll zu Hauptfeuermännern, Klaus Gawenat ist nun 1. Hauptfeuerwehrmann und wechselt in die Altersabteilung. Jugendfeuerwehrwart Marco Onken wurde Löschmeister, die Kameraden Ralf Eikermann, Michael Krug und Björn Rieken sind fortan Oberlöschmeister. Sven Dieckmann ist nun Hauptlöschmeister, Peter Gerndt Brandmeister und Ralf Köllner Oberbrandmeister.

„Wir werden nicht müde, darauf hinzuweisen, wie wichtig Rauchmelder sind“, betonte Ralf Köllner noch einmal. Viele Brände, auch die schweren im April, könnten dadurch verhindert werden.

 

Bürgermeister Rolf Claußen (v.l.) und Kreisbrandmeister Wilfried Janssen gratulieren den Geehrten und Beförderten: Stadtbrandmeister Mario Holzke 40 Jahre Mitglied, Klaus Gawenat „Der goldene Spannungsprüfer“ wechselt in die Altersabteilung, Ortsbrandmeister Ralf Köllner befördert zum Oberbrandmeister und sein Stellvertreter Sven Dieckmann befördert zum Hauptlöschmeister.
 
 

Rauchmelder als Lebensretter

Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

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