01. März - Wehr ist Pflichtaufgabe

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FEUERWEHRHAUS Es wird kommen

WITTMUND/IME – Der Kritik der Feuerwehrleute war Bürgermeister Rolf Claußen am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung ausgesetzt. „Unser Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen,  es platzt aus allen Nähten. Aber wie soll es jetzt weiter gehen?“, fragte Ortsbrandmeister Ralf Köllner Claußen und den Vorsitzenden des Feuerwehrausschusses, Wilhelm Busker.

Durch die Haushaltsdebatte und die damit verbundenen angekündigten Kürzungen in vielen Bereichen der Kommune sah die Feuerwehr ihr neues Haus in weite Ferne gerückt. „Vertraut mir, wenn wir diese Diskussionen über die Bühne gebracht haben, dann können wir uns wieder unseren Pflichtaufgaben widmen und dazu zählen die sieben Feuerwehren der Stadt“, sagte Claußen. Zwar wird das neue Haus nicht in naher Zukunft kommen, aber es kommt. „Es muss derzeit alles auf den Prüfstand gestellt werden, nur so wird deutlich, was unsere Pflichtaufgaben sind und was zu den freiwilligen gehört“, sagte Claußen, und er betonte: „Ich stehe hinter Euch, lasst Euch nicht auseinanderbringen.“

Er würde die Planungen weiter vorantreiben und auch nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten suchen, versprach der Bürgermeister. Der Weg, den er gehe, sei nicht einfach, aber er werde ihn gehen.

3207 Stunden für die Bürger

FEUERWEHR Gelebte Zivilcourage / Neue Wärmebildkameras bringen viele Vorteile.

WITTMUND/IME– „Was Ihr jeden Tag leistet, das ist gelebte Zivilcourage“, mit diesen Worten dankte Wittmunds Kommissariatsleiter Stephan Zwerg den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr Wittmund auf der Jahreshauptversammlung. Immerhin hatten Polizei und Wehr zusammen 32 Einsätze zu meistern, darunter drei Großbrände und sechs zum teil schwere Verkehrsunfälle.

Ortsbrandmeister Ralf Köllner gab einen Überblick über die Ereignisse im vergangenen Jahr. Dabei haben die Mitglieder der Wittmunder Wehr, 57 aktive, 13 in der Altersabteilung und 20 in der Jugendfeuerwehr, sage und schreibe 3207 Stunden für Einsatz und Ausbildung geopfert. „Das sind acht Stunden pro Tag“, sagte Köllner, der sich bei allen seinen Kameraden bedankte. Er stellte bei den Anschaffungen in 2009 auch die Wichtigkeit der Wärmebildkameras heraus. „Das macht uns die Arbeit leichter, wir können damit verborgene Brandnester aufspüren“, erklärte Köllner. Zum Einsatz kam die Kamera zum ersten Mal bei einem Küchenbrand im November.

Bei all der guten Arbeit, die die Feuerwehrmänner leisten – dafür gab es Lob vom Feuerwehrausschussvorsitzenden Wilhelm Busker und auch von Bürgermeister Rolf Claußen – dürfe aber die Ausstattung der Wehr nicht vernachlässigt werden, das machte der Ortsbrandmeister deutlich. Köllner überreichte Claußen das Niedersächsische Brandschutzgesetz und appellierte an den Verwaltungschef und an alle Ratspolitiker, sich den Pflichtaufgaben, der Ausstattung der Feuerwehr, nicht zu entziehen.

Neben dem dringend benötigten neuen Feuerwehrhaus seien auch die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges und eines Einsatzleitwagens nicht mehr auf die ganz lange Bank zu schieben. „Der Einsatzleitwagen dient allen sieben Wehren der Stadt, er hat nur noch ein Jahr TÜV“, erklärte Köllner und stellte die Frage: „Wie viel ist eine Wehr der Stadt noch wert?“ Claußen riet den anwesenden Männern, nicht den Mut zu verlieren und sagte ihnen alle Unterstützung zu, sobald die Strukturbereinigung, die den desolaten Haushalt betrifft, geklärt sei. Er dankte allen Männern für ihren Einsatz und lobte auch die vorbildliche Brandschutzerziehung sowie die Jugendarbeit.

Jugendwart Marco Onken berichtete von den vielen Stunden, die er mit den Kindern und Jugendlichen verbracht hatte. Er muss aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen. Künftig werden sich Nils Pasemann und Dennis Wilken um die Ausbildung des Nachwuchses kümmern. Wie wichtig die Grundausbildung für den Erhalt der Wehr ist, zeigte sich bei den Beförderungen. So wurden Marcel Stöhr, Dennis Rieken, Sebastian Neumann und Sebastian Janßen der aktiven Wehr als Feuerwehrmänner übergeben. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Eike Schüler und Martin Menssen ernannt, und Oberlöschmeister darf sich jetzt Frank Sander nennen. Sven Diekmann wurde Brandmeister, Peter Gerndt Oberbrandmeister und Ralf Köllner Hauptbrandmeister.

Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr – das trifft auf die Geehrten zu. Frank Parduhn (25 Jahre), Alfred Wöhrle und Alfred Zeffner (50 Jahre) sowie Heinz Jacobs (60 Jahre) wurden von Ralf Köllner sowie von Stadtbrandmeister Mario Holzke und Kreisbrandmeister  Wilfried Janssen für ihre Treue ausgezeichnet.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland

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