16. Juni - Übung zeigt Schwächen auf

c_800_600_16777215_00_images_stories_news_2010_16-06_IMG_3325.jpgArdorfer Feuerwehr zeigt Schwächen im Notfallplan der Schule auf

ARDORF/OLI – Gestern probte die Ardorfer Feuerwehr in der Grundschule und dem  Kindergarten des Ortes den Notfall. Bei dem simulierten Brand sollten die Schwächen des Notfallplans aufgezeigt werden. Zwar zeigte sich der Einsatzleiter Ewald Broßonn mit dem Ergebnis zufrieden, doch stießen sie auch auf zahlreiche Probleme. Nachdem sich das untere Geschoss der Grundschule mit Nebel gefüllt hatte, begann die Übung, unterstützt durch 15 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen. Es galt 52 Kindergartenkinder und 68 Grundschüler zu „retten“ und sie sicher zum Sammelpunkt auf eine Wiese zu bringen.

Während die meisten Kinder durch die Fenster im Erdgeschoss ins Freie befördert werden konnten, mussten einige mit Leitern und einer Drehleiter aus dem ersten Stock „befreit“ werden. Doch viele Fenster sind von innen verschlossen. Die dazugehörigen Schlüssel besitzen die Lehrer und Erzieherinnen. Diese bemängelten, dass es keine Telefone zur Alarmierung der Feuerwehr in den Klassenräumen gebe. So könne man im Brandfall nur darauf hoffen, dass ein Mobiltelefon vorhanden sei.

Der Kindergarten ließ sich nicht über die offizielle Fluchttür verlassen. Sie ist aus Holz und hat sich witterungsbedingt verzogen. Allerdings ist im Erdgeschoss, wo sich der Kindergarten befindet, ein zweiter Ausgang. Schlüssel für die Fenster besitzen die Erzieherinnen noch nicht. Des Weiteren sind im gesamten Gebäude nur zwei Rauchmelder vorhanden und der Computerraum besitzt keinen Hauptschalter für Notfälle. Die Übung war auch nötig geworden, da die Stadt Wittmund aufgrund einer nicht tragenden Bedachung die Feuerleiter hat abbauen lassen.

Laut Rolf Meyer, Konrektor der Grundschule Leerhafe/Ardorf, werden die Ergebnisse an den Schulträger weitergeleitet.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland

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