27. Juni - 3000 Brötchen am Tag schmieren

 

c_800_600_16777215_00_images_stories_news_2010_DSC_0162.JPGZELTLAGER Verpflegungszug Middels kochte für über 1500 Menschen im Zeltlager

ARDORF/MIDDELS/RN – Eine logistische Meisterleistung vollbrachte täglich der Verpflegungszug Middels im Zeltlager der Ostfriesischen Feuerwehrwehren in Ardorf (23. bis 29.06.2010). Mit  Unterstützung aus den Wehren Aurich, Ihlow, Oldeborg, Walle und Wallinghausen, bildet die Ortsfeuerwehr Middels den Verpflegungszug Middels im Landkreis Aurich, der insgesamt etwas über 25 Mitglieder zählt.
Unter Leitung von Hans-Enno Poppen und Waltraud Decker rückte der Versorgungszug Middels mit insgesamt vier Feldhochherden im Ardorfer Zeltlager an. Zwei Küchen besitzt Middels selbst, eine kommt vom Verpflegungszug Holtgast, eine andere vom DRK Aurich und zudem befand sich ein Feldkochherd vom THW Aurich auf Abruf in Bereitschaft.

 

Kochen im mehrstelligen Kilobereich

ZELTLAGER Essensausgabe erfolgte nach und nach in drei bis vier Durchgängen

Verpflegungszug Middels vollbrachte beim Treffen der ostfriesischen Jugendfeuerwehren eine wahre Meisterleistung.

Jeder im Zeltlager der Ostfriesischen Jugendfeuerwehren aufgestellte Feldkochherd war in der Lage, rundweg 400 Teilnehmer zu versorgen. Die Essensausgabe erfolgte nach und nach in drei bis vier Durchgängen. Für die 25-köpfige Crew um Hans-Enno Poppen und Waltraud Decker war es keine unbekannte Herausforderung des Versorgungszuges Middels, für so viele Personen zu kochen. Immerhin ist der Zug jährlich bei jedem Zeltlager des Landkreises Aurich mit dabei.
„Zu unseren größten, aufregendsten wie auch anstrengendsten Einsätzen gehörte das Elbe-Hochwasser, dort mussten bis zu 7000 Personen versorgt werden“, sagte Hans-Enno Poppen, als er gerade die Großbestellung von 2.000 Hähnchenschnitzeln für den folgenden Tag vorbereitete.
Der tägliche Lebensmittelverbrauch im Zeltlager umfasste rund: 3.000 Brötchen, 25 Graubote, 25 Weißbrote, 25 Schwarzbrote, 500 Liter Milch für Kakao und andere Zubereitungen. Sowie nochmals die gleiche Menge (500 Liter) Wasser für Kalt- und Warmgetränke, wie Kaffee, Tee oder Cappuccino.
Je nach Mahlzeiten wurden 150 Kilo Nudeln, 300 Kilo Gulasch oder 300 Kilo Gehaktes benötigt. Zudem wurden rundweg 500 Kilo Kartoffel im gesamten Zeitraum des Zeltlagers verbraucht. „Sämtliche benötigten Produkte wurden in der hiesigen Region eingekauft, ebenso mussten wir aber auch auf Vegetarier, Diabetiker und Diätler im Zeltlager Rücksicht nehmen und dem entsprechend kochen“, betonte der Verpflegungschef Hans-Enno Poppen in seinem Resümee.
Aber auch andere Dinge die zum täglichen Bedarf gehörten, wie beispielsweise das Toilettenpapier, wurden vom Middelser Versorgungszug beschafft und eingelagert. Hinzu kamen  die ständigen Beachtungen der Hygienevorschriften und die Einhaltung der Kühlkette bei der Frischware. Nach der Essenszubereitung natürlich auch die Reinigung der Kochgerätschaften.
Zu Recht kann der Verpflegungszug Middels von einer wahrhaftigen logistischen Herausforderung in punkto Versorgung in solch einem Zeltlager sprechen, denn wie lautet ein bekanntes Sprichwort:  „Ohne Mamf kein Kampf“.