10. August - Ortsfeuerwehr Wittmund fährt mit Hydranten-Navi

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Ortsbrandmeister Ralf Köllner (r.) und sein Stellvertreter, Sven Dieckmann (l.) bedankten sich bei den Feuerwehrmännern, Eike Schüler (v.l.) und Martin Menssen, für das tolle Hydranten Navi-System. Auf dem Navi, (Kleines Bild) werden die Standtorte der Hydranten im Wittmunder Löschbezirk bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort angezeigt.Mit dem Navi zum Hydranten, eine einsatztaktische Erweiterung für die Feuerwehr Wittmund

WITTMUND/RN – Größtenteils löschen Feuerwehren Brände mit Wasser, doch der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeuges kann binnen wenigen Minuten bereits aufgebraucht sein. Daher werden Wasserentnahmestellen benötigt, diese Entnahmestellen sind meistens Hydranten aus dem Trinkwassernetz.

Zur Auffindung dieser Hydranten erstellte die Feuerwehr bereits vor vielen Jahren „Hydrantenpläne“ auf Papier, worauf Ortsangaben des jeweiligen Standortes vermerkt wurden. Doch allzu oft ist es für die Wehr nicht einfach, einen Hydranten auch schnell zu finden. Schnee, Schmutz, verdrehte, besprühte oder gar komplett mutwillig entfernte Hydrantenschilder kann schlimmstenfalls Menschenleben kosten.

Damit auf der Suche nach einem Hydranten nicht wertvolle Minuten verstreichen, haben sich zwei Wittmunder Feuerwehrmänner, Eike Schüler und Martin Menssen, auf Vorschlag des Wittmunder Ortsbrandmeisters Ralf Köllner, an die Arbeit gemacht und sämtliche Hydrantenpläne mittels „Google Earth“, einer unentgeltlichen Software die einen virtuellen Globus darstellt, digitalisiert und mit einem speziellen Navigations-Geräteprogramm entsprechend dem Wittmunder Kernstadtgebiet angepasst.

Benötigt die Ortsfeuerwehr Wittmund künftig im Einsatz einen Hydranten für die Wasserversorgung, so wird dessen Standort bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort durch das Navigationsgerät ermittelt. Sobald sich das Löschfahrzeug einem Hydranten nähert, wird dieser auf dem Navi angezeigt.

Das Hydranten-System beinhaltet nun alle Hydranten, zudem auch sämtliche Regenrückhaltebecken und Wasserentnahme- bzw. Saugstellen mit entsprechenden Zugangsmöglichkeiten im Löschbezirk der Wittmunder Schwerpunktfeuerwehr. „Sicherheitshalber werden aber auch noch die bisherigen Ordner mit den Hydrantenplänen auf Papier in den Einsatzfahrzeugen mitgeführt“, erklärte  Ortsbrandmeister Ralf Köllner.

Auf der digitalisierten Landkarte werden der jeweilige Standort eines Hydranten, sowie der Durchmesser (wichtig für die Durchflussmenge) und die Entfernung angezeigt. Somit kann ein Hydrant, welcher einen zu geringen Wasserdurchfluss im Einsatzfalle hätte, direkt durch den nächstgelegenen größeren Hydranten gefunden werden. Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort ist der Einheitsführer somit in der Lage, Entscheidungen bezüglich der Wasserentnahmestelle oder auch möglichen Nachforderungen zu treffen.

„Das Navigationsgerät ist durch die nachträgliche Programmierung nun kein spezielles Hydrantensuchgerät“, so der Ortsbrandmeister. „Es kann weiterhin auch zum gewöhnlichen navigieren genutzt werden, (Das Hydranten-System läuft unabhängig vom Routenplaner) welches auch für die Feuerwehren bei überörtlicher Hilfeleistung interessant ist“, sagte Köllner.

Lobende Worte gab es auch von Wittmunds Stadtbrandmeister Mario Holze. „Das haben die Jungs richtig gut gemacht und es gibt sogar einen positiven Nebeneffekt, denn somit wurden durch diese Aktion auch sämtliche Hydranten im Wittmunder Stadtgebiet, mit Willen, Uttel und Nenndorf gründlich überprüft“, lobte der Stadtbrandmeister.

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