29. Januar - Leerhafer Wehr erinnert an Instandhaltungsmaßnahmen am Feuerwehrhaus

Eingerahmt von Ortsbrandmeister Hermann Menssen (v. l.), sowie seinem Stellvertreter Thorsten Folkers und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Johann Folkers (v.r.), sowie Wittmunds Stadtbrandmeister Mario Holzke, die Beförderten: Heiko Klitz (v.l.), Stephan Wempen, Ramona Post, Matthias Broßonn und Sandra Best-Albers.

Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Leerhafe-Hovel / Neues Fahrzeug
Ortsbrandmeister Hermann Menssen beendet Ende Februar seinen aktiven Feuerwehrdienst

LEERHAFE/RN – Mit etwas Wehmut und wie er selbst sagte, „mit einem weihenden und lachenden Auge“ leitete Ortsbrandmeister Hermann Menssen zum letzten Mal am Freitagabend die Jahreshauptversammlung der Stützpunktfeuerwehr Leerhafe-Hovel im Feuerwehrhaus Leerhafe. Menssen wechselt Ende Februar mit erreichen der Altersgrenze in die Seniorenabteilung der Feuerwehr.

Im abgelaufenen Jahr hatte die Ortsfeuerwehr Leerhafe-Hovel 8 Brandeinsätze und 9 Hilfeleistungseinsätze zu bewältigen. Darüber hinaus galt es wieder bei Veranstaltungen Verkehrsicherungsmaßnahmen durchzuführen. Erfreulich ist der Mitgliederstand, denn diese Zahl hat zugelegt. So befanden sich zum abgelaufenen Jahr 50 Aktive (davon 4 Frauen), 22 Senioren und 20 Jugendliche (davon 6 Mädchen) in der Ortsfeuerwehr Leerhafe-Hovel.

Darüberhinaus hat die Wehr hat auch Zuwachs im Fuhrpark bekommen. So übertrug der Landkreis Wittmund im Sommer den Leerhafern die Aufgabe, den speziell dafür hergerichteten „Gerätewagen für den Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (GW-MANV)“, in die Obhut zu nehmen um damit in Kooperation mit dem Rettungsdienst des Landkreis Wittmund zu üben. Als „MANV“ bezeichnet man eine Situation, bei der eine große Zahl von Verletzten/Betroffenen versorgt werden muss und dadurch der reguläre Rettungsdienst sehr schnell an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit stoßen kann.

Zudem standen im abgelaufenen Jahr auch wieder zahlreiche Übungen, Aus- und Fortbildungen sowie einige örtliche Aktivitäten an. Beispielweise organisierte die Leerhafer Wehr wieder Blutspendetermine mit dem DRK, sie sammelte ein paar Mal Altpapier ein und kümmerte sich auch wieder verantwortungsvoll um das Anbringen und Erstrahlen der Weihnachtsbeleuchtung.

Für Jugendfeuerwehrwart Eric Matthiesen war es ebenfalls seine letzte Jahreshauptversammlung, dar er aus beruflichen Gründen in den Landkreis Friedland gezogen ist. Als Jahreshighlight nannte Matthiesen die Teilnahme am Bezirkszeltlager in Ardorf.

Wittmunds stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Ihnen, versicherte den Feuerwehrleuten, dass die städtischen Vertreter eine optimal funktionierende Feuerwehr sehr schätzen und diesbezüglich trotz leerer Kassen immer Ball bleiben. „Der Rat und die Verwaltung der Stadt Wittmund wird kontinuierlich dafür sorgen, dass eine gute Ausstattung in der Wehr vorgehalten wird“, sagte Ihnen.

„Ohne eine Freiwillige Feuerwehr geht es nicht, Feuerwehr ist ein Stück Kultur in den Ortschaften und von absoluter Vielfältigkeit geprägt, daher sind wir unseren Feuerwehren zu Dank verpflichtet“, betonte der stellvertretende Bürgermeister im weiteren Verlauf seiner Rede.

Der Vorsitzender des Feuerschutzausschusses und zugleich Ortsvorsteher von Hovel, Wilhelm Busker, lobte die vorbildliche Kameradschaft in der Wehr. „Die gute Ausbildung kommt dem aktiven Brandschutz im gesamtem Löschbezirk der Stützpunktfeuerwehr Leerhafe-Hovel zu Gute“, so Busker. Im weiteren Verlauf seiner Ansprache bemerkte Busker, dass das Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Leerhafe-Hovel das viertälteste Feuerwehr Einsatzfahrzeug im Stadtgebiet sei und somit in absehbarer Zeit auch erneuert werden muss.

Günther Theesfeld, Ortsvorsteher Leerhafe, bedanke sich bei den Kameraden für die stetige Einsatzbereitschaft. Mit den Worten „Nur gemeinsam seid ihr stark“, betonte Theesfeld den außerordentlich guten Zusammenhalt, von der Jugend bis zu den Senioren, in der Wehr. Bezogen auf die im Herbst durchgeführte Übung an der Grundschule Leerhafe, machte der Ortsvorsteher darauf aufmerksam, dass aufgedeckte Mängel, beispielsweise einer besseren Zuwegung, seitens der Stadt zeitnah behoben werden müssen.

Weitere Gäste waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Johann Folkers, Stadtbrandmeister Mario Holzke und sein neuer Stellvertreter Frank Frerichs, sowie Wittmunds stellvertretender Ortsbrandmeister Sven Diekmann mit einer Abordnung der Ortsfeuerwehr Wittmund. Bereits zum 47. Mal besuchte der Wittmunder Feuerwehrmann Hans-Hermann Wiltfang als Gast seine Leerhafer Kameraden.

Zum Ende der Versammlung standen noch Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung: Ulrich Onken engagiert sich bereist seit 40 Jahren, und Johann Jürgens sogar schon 50 Jahre in Feuerlöschwesen. Beide Geehrten konnten jedoch nicht an der Versammlung teilnehmen, daher werden Ihnen die Auszeichnungen zu einem späteren Zeitpunkt überreicht. Befördert wurden Ramona Post (Oberfeuerwehrfrau), Sandra Best-Albers (Hauptfeuerwehrfrau), Heiko Klitz (Oberlöschmeister), Stephan Wempen und Matthias Broßonn (Hauptlöschmeister).

Ortsbrandmeister Hermann Menssen beendete die Sitzung wieder mit einer Bedarfsanmeldung: Die Wasserversorgung müsste immer noch etwas verbessert werden, zudem sollten in absehbarer Zeit die in die Jahre gekommen Rolltore der Fahrzeughalle, und die abgängigen Dachfenster erneuert werden. Des Weiteren bedankte er sich Menssen beim Rat und der Verwaltung der Stadt Wittmund für die gute Zusammenarbeit.