07. Februar - Tatkräftige Wehr mit hohem Ausbildungsstand

Ehrungen und Beförderungen gab es in Berdum zu feiern – hintere Reihe (von links): Kreisbrandmeister Wilfried Janssen, 1. Hauptlöschmeister Dieter Dirks, Hauptfeuerwehrmann Adolf Dirks, Oberlöschmeister Gerhard Hoffrogge, Stadtbrandmeister Mario Holzke, Ortswehrführer Arno Hildebrand; (vordere Reihe, von links): Feuerwehrmann Aike Rible, Feuerwehrmann Torsten Cornelius und Hauptlöschmeister Olaf Rabenstein. BILD: RickenJAHRESHAUPTVERSAMMLUNG Berdumer bilanzieren ein ruhiges 2010 / Zu zwei Bränden ausgerückt / Altersschnitt gesenkt

Die freiwilligen Helfer sind für die Sicherheit und die Gemeinschaft im Dorf wichtig.

BERDUM/MARI – Gute Kameradschaft und Einsatzbereitschaft innerhalb der eigenen Truppe und Zusammenhalt mit ihrem Dorf – so wurde die Ortsfeuerwehr Berdum von den Gastrednern auf der Jahreshauptversammlung Freitagabend lobend charakterisiert. Treffende Worte,  wie schon die Teilnehmerzahl an der Versammlung zeigte. Es mussten noch Stühle herbeigeschafft werden, damit alle Anwesenden Platz nehmen konnten.

In lockerer und angenehmer Atmosphäre erstattete Ortsbrandmeister Arno Hildebrand seinen Bericht, dem Aktive und Alterskameraden mitunter auch schmunzelnd lauschten. Drei Brände, zwei Brandwachen und fünf Hilfeleistungen gehörten 2010 zum Einsatzaufkommen der Berdumer Feuerwehr. „Ein ruhiges Jahr“, fasste Arno Hildebrand zusammen. Dennoch kam die Ortswehr auf 1950,5 Dienststunden, 160 Stunden mehr als im Vorjahr. „Wie zu erkennen ist, besteht der wesentliche zeitliche Anteil des Feuerwehrgeschehens aus Übungsdiensten und Probealarmen“, sagte Hildebrandt. Insbesondere die Ausbildung an den Atemschutzgeräten und Gefahrgutübungen verlangten den Feuerwehrleuten einiges ab.

Die Blauröcke stehen auch in Berdum vor immer neuen Herausforderungen, wie der Vorsitzende des Feuerwehrschutzausschusses, Wilhelm Busker, anmerkte. „Fotovoltaik, Dämmstoffe, die im Brandfall giftige Dämpfe absondern können, Biogasanlagen, da weiß man nicht, was passieren kann“, listete Busker Themen auf, mit denen sich die Ortswehr auseinandersetzen muss. Doch auch Hilfeleistungen jenseits von  Bränden und Menschenrettung gehören mittlerweile zumAufgabengebiet der Feuerwehr. So befreite die Ortswehr ein Fohlen, das sich in  einem Gatter verheddert hatte. „Ihr habt nicht viele Brandeinsätze gehabt, aber ihr seid trotzdem viel gebraucht worden“, stellte  Wittmunds stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Ihnen fest. Die Ortswehr Berdum hat beispielsweise mehr als einmal dafür gesorgt,  dass bei Veranstaltungen wie dem Schützenfest der Verkehr reibungslos fließen konnte.

Über „150 Jahre geballte Feuerwehrkraft“ freute  sich der scheidende Kreisbrandmeister Wilfried Janssen, der auf seiner „Abschiedstour“ auch in Berdum Station machte. Er ehrte Adolf und Dieter Dirks sowie Gerhard Hoffrogge für ihre 50-jährige Mitgliedschaft. „Alt“ ist die Ortswehr Berdum aber nicht. Sie hat sich im Gegenteil  weiter verjüngt und weist jetzt einen Altersdurchschnitt von 31 Jahren auf. Anteil daran haben die „Youngster“ Aike Rible und Torsten  Cornelius, die zu Feuerwehrmännern befördert wurden.Mit neuen Abzeichen wurde zu seiner Überraschung auch Olaf Rabenstein als frisch gebackener Hauptlöschmeister ausgestattet. „Es ist beruhigend zu wissen, dass wir eine tatkräftige Feuerwehr mit hohem  Ausbildungsstand vor Ort haben“, hob Ortsvorsteherin Anja Rible hervor.

Aber ebenso wichtig sei die Ortswehr für das gesellschaftliche Dorfleben. So wurde das Feuerwehrhaus während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer zum Treffpunkt nicht nur für Berdumer Bürger. „Beim nächsten Mal möchte ich auch eingeladen werden“, lautete die Bitte von Stadtbrandmeister Mario Holzke. Nachdem er und  Kreisbrandmeister Wilfried Janssen ihre Berichte zum Feuerwehrgeschehen in Stadt und Kreis Wittmund abgegeben hatten, ging man nahtlos zumgemütlichen Teil des Abends über, um die ausgesprochenen Ehrungen und Beförderungen gebührend zu feiern.

 

Quelle: Anzeiger für Harlingerland