05. Juli - Spatenstich für Leitstelle

Köring: Start der Bauphase ist ein Zeichen des Zusammenhalts

WITTMUND - Kooperative Regionalleitstelle soll Mitte 2013 ihren Betrieb aufnehmen.Auf diesen Tag haben die Beteiligten Jahre gewartet: Gestern Vormittag wurde mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Baustart für die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland gefeiert. Erste Überlegungen der Zusammenarbeit gab es bereits 2004, konkreter wurde es 2006, und in den Folgejahren bremsten immer neue Hürden die Landräte der beteiligten Kreise Wittmund, Leer und Aurich.

Wittmunds Landrat Matthias Köring, Vorsitzender des Leitstellen-Verwaltungsrates, betonte, dass der Spatenstich sei auch ein Zeichnen des Zusammenhalts in der Region ist. Ausdrücklich lud Köring die Emder ein: Die Leitstelle werde so gebaut, dass die Emder jederzeit mitmachen könnten. Investiert werden am Dohuser Weg in Wittmund insgesamt 6,5 Millionen Euro, davon allein 2,4 Millionen Euro in die Leitstellentechnik. Mitte 2013, so die Erwartung, soll die Regionalleitstelle ihren Betrieb aufnehmen. Heike Fischer, Präsidentin der Polizeidirektion Osnabrück (PD), betonte, dass Ostfriesland mit der Leitstelle, die Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, koordinieren wird, Vorreiter innerhalb der PD ist. Wenn die Einrichtung ihren Betrieb aufnimmt, dann werden die etwa 40 Mitarbeiter mit digitaler Technik arbeiten können. „Wir liegen da jetzt genau im Zeitplan“, so Fischer. Die Regionalleitstelle Ostfriesland sei ein „großer Gewinn für die Sicherheit“ in einer Region, die bereits heute zu den sichersten im Land gehöre.

Landtagspräsident Hermann Dinkla, neben Wittmunds Ehrenlandrat Henning Schultz sowie den Landräten Bernhard Bramlage (Leer) und Walter Theuerkauf (Aurich) einer der Leitstellen-Initiatoren, hob gestern hervor, dass erst die Korrektur der Polizeireform – das Kommissariat Wittmund wurde nach kurzer Zeit in der Inspektion Friesland/Wilhelmshaven wieder Aurich zugeordnet – den Weg für die Zusammenarbeit geebnet hat. Für ihn sei das Projekt „immer eine Herzensangelegenheit gewesen“, betonte Dinkla vor den Vertretern der Landkreise, der Polizei, der Feuerwehrführung und der Kostenträger.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland