20. Juni - Feuerwehrleute glaubten lange an den Ernstfall

Menschenrettung mit der Drehleiter | Foto: MeyerÜbung beim Hotelrestaurant "Bei Bommel"

WITTMUND/MEY – Dichter Rauch und der markante Geruch von Feuer zogen am Montagabend durch die Osterstraße in Wittmund. Gegen 19.40 Uhr kam es im Hotelrestaurant „Bei Bommel“ zu einem Zimmerbrand. Mitarbeiter scheiterten bei dem Versuch den Brand mit eigenen Mitteln zu löschen und riefen den Notruf.

Wenige Augenblicke später löste die Rettungsleitstelle Großalarm für die Wittmunder Feuerwehr aus.

Noch bevor die ersten Einsatzkräfte eintrafen gab es die erschreckende Nachricht, dass noch Personen vermisst werden. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Sven Dieckmann ließ das Gebäude umgehend von mehreren Atemschutztrupps nach den Vermissten durchsuchen. Zeitgleich wurde mit der Brandbekämpfung begonnen.

Dies gestaltete sich, aufgrund der Nullsicht und der komplexen Bauweise des Hotels, schwierig und als sehr personalintensiv. Zur Unterstützung der Wittmunder Feuerwehr wurde deshalb die Ortsfeuerwehr Eggelingen nachalarmiert.

Mehrere Verletzte wurden, unter anderem auch mit Hilfe der Drehleiter, gerettet.

Dass es sich hierbei um ein täuschend echtes Übungsszenario handelte, wussten bis zu letzt nur wenige der rund 50 Feuerwehrleute. Kevin Becker, Sven Meyer und Pyrotechniker Ralf Fremy sorgten mit brennenden Strohballen, Rauchkerzen und spezieller Pyrotechnik für reale Einsatzbedingungen.

Übungsschwerpunkte waren die Menschenrettung und Taktiken der Bekämpfung von Wohnungs- und Zimmerbränden.

Die Zahl der Wohnungs- und Zimmerbrände habe zwar in den letzten Jahren abgenommen, so Ortsbrandmeister Köllner, die Intensität und die damit einhergehende Gefährdung der Einsatzkräfte hätten dagegen um ein vielfaches zugenommen. Gründe seien unter anderem dass in Haushaltsartikeln und Einrichtungsgegenständen immer mehr Kunststoffe verwendet werden.

Um im Einsatzfall auf diese Gefahren vorbereitet zu sein, werden solche Übungen regelmäßig zusätzlich zum Feuerwehrdienst durchgeführt.

Im Anschluss an die Übung lud die Sparkasse LeerWittmund zu einem Grillessen ein. Der Vorstand sprach seinen Dank für die ehrenamtliche Arbeit aus und betonte wie wichtig eine gut ausgebildete Feuerwehr sei. Aus diesem Grund stellte man das Objekt, welches in den nächsten Tagen abgerissen wird, gerne zur Verfügung.

Die Übungsvorbereitungen laufen an. | Foto: MeyerAtemschutztrupps betreten das Gebäude. | Foto: MeyerFoto: Meyer

Üben unter realen Bedingungen. Dafür sorgten Kevin Becker, Sven Meyer und Pyrotechniker Ralf Fremy. | Foto: MeyerDichter Rauch drang aus dem Dachstuhl. | Foto: MeyerBereit zur Brandbekämpfung. | Foto: Meyer