16. August - Bau der neuen Leitstelle liegt im Zeitplan

Die Kostenschätzung für die gemeinsame Einrichtung in Wittmund wurde bisher eingehalten. In Kürze werde eine Bietergemeinschaft das Angebot für die Technik vorlegen. Angepeilt wird der Preis, der in Oldenburg bezahlt wurde.

WITTMUND - Der Bau der gemeinsamen Leitstelle der Landkreise Aurich, Leer und Wittmund sowie der Polizei geht dem Plan gemäß voran. Das bestätigte der Geschäftsführer der Kooperativen Leitstelle Ostfriesland, Uwe Hinrichs, auf Anfrage. Während auf der Baustelle am Dohuser Weg in Wittmund noch gearbeitet wird, wird die Bestellung der Technik vorbereitet.

Die Anstalt öffentlichen Rechts, deren Träger die Landkreise sind, hat um das Angebot einer Bietergemeinschaft gebeten, die bei der Ausschreibung für die Leitstellentechnik in Oldenburg den Zuschlag erhalten hatte. Unter anderem gehört die Firma Siemens dazu. „Ein Angebot liegt uns noch nicht vor“, sagte Hinrichs. Die Anfrage habe sich aber auf das Ausschreibungsergebnis aus Oldenburg bezogen. Die Kostenplanung für Wittmund beruht auf diesem Ergebnis, „aber ob es dabei bleibt, weiß noch kein Mensch“, sagte der Ordnungsamtsleiter des Landkreises Wittmund, der mit seinem Kollegen vom Landkreis Aurich, Bertholt Steinert, Geschäftsführer der AÖR ist.
Leitstelle wird für rund 400 000 Einwohner zuständig sein

Dagegen konnte die Kostenschätzung für den Rohbau laut Hinrichs bisher eingehalten werden. Insgesamt soll der Bau der Leitstelle rund 6,6 Millionen Euro kosten. Das Land Niedersachsen zahlt in den nächsten 20 Jahren rund 10,1 Millionen Euro an Miete für die Polizei, die von Wittmund aus Einsätze in Ostfriesland inklusive der Stadt Emden steuern wird. Für Feuerwehr und Rettungsdienst will Emden an der eigenen Leitstelle festhalten.

Die Leitstelle in Wittmund wird für rund 400 000 Einwohner zuständig sein. Mit dem Einbau der Technik könne Ende des Jahres begonnen werden. Danach ist ein halbes Jahr Probebetrieb vorgesehen, bevor Mitte 2013 der Echtbetrieb aufgenommen werden soll. Die Leitstelle wird 24 kommunale Mitarbeiter sowie 32 von der Polizei haben. Nachts sollen in der Leitstelle drei bis vier Arbeitsplätze besetzt sein, tagsüber werden mindestens je zwei Mitarbeiter auf kommunaler und auf polizeilicher Seite die Notrufe unter 112 oder 110 annehmen.

Quelle: Ostfriesen Zeitung