20. Januar - Unterwegs mit „Kaiser Ping“ und „Minister Pong“

Bild: Anzeiger für Harlingerland (Wilko Janßen)Wittmunder Feuerwehrball stand in diesem Jahr unter dem Motto „Asiatische Nacht“ – Knapp 600 Besucher

WITTMUND/WJA -  So recht kann sich Ortsbrandmeister Ralf Köllner diese schon seit Anbeginn ununterbrochene Begeisterung der Bevölkerung für den Wittmunder Feuerwehrball auch nicht erklären. „Die Bürger wissen es einfach zu schätzen, dass unsere Kameraden täglich bereit stehen, um sich ehrenamtlich für sie in Gefahr zu begeben“, mutmaßte Köllner am Rande der diesjährigen Veranstaltung. Außerdem habe man bereits bei den nun schon einige Jahrzehnte zurückliegenden ersten Bällen sämtliche Vereine und Persönlichkeiten eingeladen. Und auch am Sonnabend folgten knapp 600 Gäste den Ruf der Wittmunder Blauröcke in die „Residenz“.

Scheinbar die Worte von Konfuzius zitierend verzichtete Köllner auf eine ausschweifende Begrüßung der Besucher: „Bist du Gastgeber bei einem Fest, dann halte deine Rede kurz.“ Es sollte kein Zufall sein, dass sich der Ortsbrandmeister auf den chinesischen Philosophen berief, stand doch das traditionelle Showprogramm diesmal unter dem Motto „Asiatische Nacht“. Es begann nach einem Eröffnungswalzer mit dem Auftritt von „Kaiser Ping“ (Ralf Köllner) und „Minister Pong“ (Ralf Eikermann). Dabei musste Letztgenannter unter frenetischem Beifall des Publikums seinen Chef mit einer Rikscha in den Saal ziehen. Anschließend stellte „Kaiser Ping“ verwundert fest, dass er nun in „Wittmund Chinatown“ angekommen sei.

Um zunächst den „Buddha der Stadt“ kennen zu lernen, ließ er Bürgermeister Rolf Claußen von seinem Minister zu sich bringen. Man trank gemeinsam einen Reiswein und Ping zeigte sich begeistert, dass in Wittmund schon bald ein „Tempel für die Kaiserliche Feuerwehr“ gebaut werde. Eine ähnliche Prozedur erwartete danach Oberst Gerhard Roubal und Schützenpräsident Dr. Gerold Hecht. Schließlich bekommt das Geschwader „neue Drachen“, während die Schützen als „verdeckt lebende Samurai“ im Sommer ihr Jubiläums-Schützenfest durchführen. Doch der Showteil beinhaltete auch eine musikalische Zeitreise mit Liedern, die einen Bezug zur fernöstlichen Kultur haben. So trugen Marcel Onken, Sebastian Janßen und Sebastian Neumann „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ vor, während Thorsten Klöker Carl Douglas und seinen Hit „Kung Fu Fighting“ imitierte. Krönender Abschluss des Unterhaltungsprogramms war jedoch Alexander Reitenbach alias „Psy“, der zusammen mit acht weiteren Kameraden den „Gangnam Style“ aufführte.

Danach übernahm die Band „Harlekins“ das Zepter und es konnte bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen werden.

Bericht & Bild: Wilko Janßen, Anzeiger für Harlingerland