05.07.2013 - Großfeuer zerstört Schule

 Bild: Hendrik Fredemann Datum: 05. Juli 2013
Uhrzeit: 15:27 Uhr
Einsatzort: Alexander-von-Humboldt-Schule, Wittmund
Einsatzkräfte: OF Wittmund (ELW 1, TLF 16/25, LF 16/12, LF 16 TS, DLK 23/12, RW 2, GW-Mess, MZF)
OF Ardorf (TLF 16/25, LF 8, MZF)
OF Berdum (LF 8/6)
OF Burhafe (TLF 16/25, LF 10, MTF)
OF Carolinensiel (TLF 8/18, LF 8, MZF)
OF Eggelingen (LF 8/6)
OF Leerhafe (TLF 8/18, LF 8, MZF)
OF Esens (ELW 1, TLF 16/25, LF 8, GW-G)
OF Holtgast (LF 8/6, MZF, LKW)
OF Stedesdorf (LF 8/6, MZF)
OF Blomberg (SW 1000, LF 8/6)
OF Aurich (DLK 23/12, GW-L 2 "Schaum", MZF)
OF Sandhorst (TLF 20/40 SL)
OF Jever (ELW 1, TLF 16/25, DLK 23/12)
Bundeswehr-Feuerwehr (FLF 8000, FLF 6000)
Technische Einsatzleitung (ELW 2, MZF)
FTZ Wittmund (GW-L)
Kreisbrandmeister
Regierungsbrandmeister
Polizei (16 Streifenwagen, Hubschrauber)
DRK (BetrKombi, BetrLkw)
THW Jever (Beleuchtungsgruppe)
Rettungsdienst (RTW, NEF)

Einsatzbericht:


Am Freitagnachmittag kam es zu einem Großbrand in der Alexander-Von-Humboldt Schule in Wittmund. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Gegen 15.25 Uhr ging bei der Polizei über Notruf die Mitteilung ein, dass bei Handwerkerarbeiten am Schulgebäude eine Gasflasche explodiert sei. Umgehend fuhren mehrere Einsatzkräfte zur Schule. Als die Beamten dort eintrafen, stand das Schulgebäude bereits in Flammen. Die Handwerker konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie blieben unverletzt. Da in der letzten Woche in Niedersachsen die Schulferien begonnen haben, waren weder Schüler noch Lehrer in der Schule. Ca. 1600 Schüler/innen besuchen die Gesamtschule.

Gestern Nachmittag, bis in die Morgenstunden, waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Etwa 300 Feuerwehrleute der sieben Stadtfeuerwehren der Stadt Wittmund, Löschfahrzeuge der Feuerwehren Jever, Esens, Holtgast, Stedesdorf, Sandhorst und Aurich sowie ein Tanklöschzug der Bundeswehr am Brandort und kämpften mit dem Flammen. Außerdem waren der Rettungsdienst, Notarzt, DRK, Mitarbeiter des Landkreises Wittmund und 16 Streifenwagen am Brandort eingesetzt. Auch der Gefahrgutzug des Landkreises war im Einsatz um vorhandene Chemiekalien zu sichern und für den Abtransport vorzubereiten.

Besonders von den Flammen betroffen war der mittlere Schultrakt, in dem sich der Verwaltungstrakt sowie der Naturwissenschaftliche Bereich befinden. Mehrere Gebäudeteile stürzten ein. Andere Teile des Schulgebäudes wurden durch das Löschwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Anwohner wurden mit Hilfe von Rundfunkdurchsagen gewarnt und gebeten ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten. Insbesondere, weil sich Chemie und Physikräume in dem betroffenen Schultrakt befinden. Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt, um Luftaufnahmen zu fertigen. Gegen 19.10 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Es mussten jedoch noch wiederholt Glutnester gelöscht werden.

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an. Der Schaden wird auf einige Millionen Euro geschätzt.

Während des Einsatzes auf dem Schulgelände der KGS, fast zeitgleich, wurde ein Wohnhausbrand in Friedeburg gemeldet. Dort kam es im Galgenweg zu einem Brand in einem Einfamilienhaus. Das Feuer, dessen Auslöser vermutlich ein implodierender Fernseher war, wurde von der 97jährigen Bewohnerin bemerkt. Die Dame brachte sich sofort in Sicherheit und alarmierte einen Nachbarn. Dieser informierte unverzüglich die Feuerwehr, welche trotz schnellem Eingreifens nicht verhindern konnte, dass das Haus so in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass es unbewohnbar wurde. Verletzt wurde niemand, da sich der Rest der Familie bei Ausbruch des Feuers ausser Haus befand. Die Bewohner konnten inzwischen andersweitig untergebracht werden. Zur Schadenshöhe können zur Zeit keine Angaben gemacht werden.

-Text: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund-

Fotos:


Bild: Hendrik FredemannBild: Hendrik Fredemann

c_800_600_16777215_00_images_stories_einsatz_2013_05-07-KGS_Wittmund11.JPGBild: Hendrik Fredemann

Bild: Hendrik FredemannBild: Hendrik Fredemann

Eines der beiden Flugfeldlöschfahrzeuge der Bundeswehr die an dem Einsatz beteiligt waren. | Bild: Hendrik FredemannBild: Hendrik Fredemann

Bild: Hendrik FredemannBild: Hendrik Fredemann

Bild: Hendrik FredemannSicht auf die Einsatzstelle aus dem Rettungshubschrauber | Bild: Bernd Freese

Sicht auf die Einsatzstelle aus dem Rettungshubschrauber | Bild: Bernd FreeseSicht auf die Einsatzstelle aus dem Rettungshubschrauber | Bild: Bernd FreeseGeborgene Chemiekalien auf dem Sortierplatz. Hier wurden sie sortiert und von einer Fachfirma entsorgt. | Bild: Hendrik Fredemann

Foto: Feuerwehrc_800_600_16777215_00_images_stories_einsatz_2013_05-07-KGS_wittmund.JPG

Bürgermeister Claußen (r.) machte sich sofort auf den Weg zur Einsatzstelle und machte sich ein Bild von der Lage. | Bild: Anzeiger für Harlingerland, Inga MennenMit vielen Trupps unter Atemschutz und mit Hilfe des FLF 6000 der Bundeswehr konnte der vordere Trakt gehalten werden.  | Bild: Anzeiger für Harlingerland, Inga MennenBild: Anzeiger für Harlingerland, Inga Mennen

Videos:


Friesischer Rundfunk (www.friesischerrundfunk.de)

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Ostfriesen Zeitung (www.oz-online.de)

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