23. November - Stadtwehren sind gut gerüstet

Kommune investiert 700.000 Euro für drei neue Feuerwehr-Fahrzeuge

Bürgermeister Rolf Claußen übergibt einen Pedalschneider an den Ardorfer Ortsbrandmeister | Bild: Meyer ARDORF/MEY – Das Aufgabenspektrum der Feuerwehren umfasst schon lange nicht mehr nur das Löschen von Bränden. Von der „Katze im Baum“ über Unfälle mit gefährlichen Stoffen bis hin zu schweren Verkehrsunfällen – für alles müssen die Feuerwehren ausgebildet und ausgerüstet sein. Dabei werden Sondergeräte und spezielles Material oft zentral vorgehalten, wodurch unweigerlich längere Wegstrecken zurückgelegt und damit auch wichtige Zeit verloren geht.

Um diesen Zeitverlust, der gerade bei Verkehrsunfällen nicht hinnehmbar ist, zu vermeiden haben Stadtverwaltung und das Stadtkommando der Wittmunder Feuerwehr ein Fahrzeug- und Hilfeleistungskonzept erarbeitet.

Im ersten Abschnitt wurde die Ortsfeuerwehr Ardorf bereits mit einem Hilfeleistungssatz ausgerüstet und wird nun durch Kameraden aus Wittmund in die Arbeit eingewiesen. Am vergangenen Samstag informierten sich Bürgermeister Rolf Claußen und Ordnungsamtsleiter Werner Mahlzahn direkt vor Ort über den Fortschritt der Ausbildung. Laut Stadtbrandmeister Frank Frerichs sei die Ausbildung schon sehr weit fortgeschritten, so dass man spätestens mit dem Betrieb der neuen Leitstelle zu Einsätzen ausrücken wird.

Im nächsten Abschnitt werden drei neue Löschfahrzeuge für die Ortsfeuerwehren Carolinensiel, Leerhafe und Wittmund beschafft. Das Alter der Fahrzeuge sei an den Standorten schon so weit fortgeschritten dass eine Neubeschaffung unabdingbar sei, so Bürgermeister Claußen.

Sobald die drei Löschfahrzeuge beschafft wurden, wird der in Wittmund stationierte Rüstwagen außer Dienst gestellt. Der darauf verlastete Hilfeleistungssatz ersetzt das Gerät auf dem Wittmunder Löschfahrzeug, welches dann seinen neuen Platz auf dem Carolinensieler Fahrzeug findet. In Zukunft wird man so von drei Standorten aus die Unfallrettung durchführen können. „Wir verkürzen die Zeiten bis zur effektiven Hilfe enorm. Auch die Ortswehren ohne Hilfeleistungssatz werden stärker eingebunden werden. Es geht hier schließlich um Menschenleben, da zählt jede Minute.“, erläutert Stadtbrandmeister Frank Frerichs. Eine entsprechende Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) ist bereits in der Leitstelle hinterlegt.

Rund 700.000 Euro investiert die Stadt für die drei neuen Fahrzeuge. Der Hilfeleistungssatz der Ortsfeuerwehr Ardorf schlägt zusätzlich mit 20.000 Euro zu buche.

Bürgermeister Rolf Claußen lässt sich den Ablauf durch den Wittmunder Ortsbrandmeister Ralf Köllner erläutern | Bild: MeyerBild: MeyerBild: Meyer

Bild: MeyerBild: Meyer